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Sonntagsjournal, 29.01.2012: Der Mainstream - die Meinung der Mehrheit Zevener Zeitung, 04.01.2012: Zevener FDP will die Aufpflasterungen entfernen Sonntagsjournal, 01.01.2012: 2011: Jahr der Gerechtigkeit Zevener Zeitung, 14.12.2011: Zevener Liberale bei Euro-Debatte dabei Sonntagsjournal, 20.02.2011: Regierung auf richtigem Kurs Sonntagsjournal, 06.02.2011: Dioxin - Skandal ! ? Zevener Zeitung, 21.01.2011: "Überflüssige Pflasterblase" Zevener Zeitung, 21.01.2011: Steigbügelhalter für die CDU FAZ, 04.01.2011: Jetzt erst recht - Neujahrsappell an alle Liberalen Zevener Zeitung, 22.12.2010: Heike Peukert fragt nach Maßnahmen Zevener Zeitung, 21.12.2010: FDP-Fraktion wird sich personell verändern Zevener Zeitung, 17.12.2010: Kein Streit ums liebe Geld Zevener Zeitung, 15.12.2010: Kritik an Integrationspolitik erneuert Zevener Zeitung, 11.12.2010: Schwarz-grün will flaggen Zevener Zeitung, 01.12.2010: Diskussion über Gutscheine Zevener Zeitung, 27.11.2010: Politiker als "Vorlese-Onkel" Zevener Zeitung, 27.11.2010: Politiker behindern Integrationsbemühung Zevener Zeitung, 26.11.2010: Alternative zu einem Gymnasium Zevener Zeitung, 25.11.2010: Samtgemeinde will 6,5 Millionen Euro investieren Zevener Zeitung, 18.11.2010: Neue Faktenlage zum Hatzer Feuerwehrhaus --------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Anwohnerkritik perlt an Politik ab Bauausschuss verabschiedet Änderung des Bebauungsplans — Grundstücke am Heckenweg dürfen zur Hälfte versiegelt werden. ZEVEN. Unbeeindruckt von der erneut mündlich vorgebrachten Kritik von Anwohnern des Zevener Vogelbeerweges und der Nachbarstraßen, die zulässige Versiegelung von Baugrundstücken am Heckenweg zu erhöhen, billigten die Mitglieder des städtischen Bauausschusses während der jüngsten Sitzung mehrheitlich die entsprechende Änderung des Bebauungsplanes „Auf dem Praun IV". Wie bereits berichtet, beabsichtigt die Stadt Zeven, am Heckenweg den Bau von so genannten Single-Wohnungen zu befördern. Die meisten Grundstücke entlang des jüngsten Bauabschnitts liegen seit zehn Jahren brach. Erlaubt ist dort der Bau von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern. 40 Prozent eines Grundstücks dürfen versiegelt werden. Im Frühjahr 2009 brachte der Stadtrat eine .Änderung des Bebauungsplanes auf den Weg. Ziel war, die überbaubare Fläche der Grundstücke am Heckenweg auf 50 Prozent zu erhöhen, damit dort mehr Parkplätze, die im gesamten Wohngebiet Mangelware sind, angelegt werden können. Anfang der Sommerferien 2010 wurde die Planung öffentlich ausgelegt, damit die Bevölkerung Stellung nehmen kann, Das taten die Anwohner der benachbarten Straßen. Die Bewohner von 28 Häusern kritisierten das Vorhaben. Sie fürchten eine Wertminderung ihrer Immobilien, mehr Verkehr und eine Zerstörung des bisherigen Charakters des Wohngebiets, wenn im Heckenweg der Bau von Reihenhäusern erlaubt werde. Während der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses hatten die Politiker über diese Bedenken zu befinden. Planer Rolf Diercks erläuterte dem Ausschuss in Anwesenheit von einigen Kritikern im Zuschauerraum seine Stellungnahme; Der Bau von Reihenhäusern sei im Heckenweg bereits vor der jetzt angestrebten Planänderung erlaubt gewesen. Das hätten die Anwohner in der Nachbarschaft wissen können, meinte Diercks und ergänzte, Aufgabe eines Mittelzentrums wie Zeven sei es, solche Wohnformen anzubieten. Zudem betonte er, die Dichte der möglichen Bebauung werde sich nicht ändern. Die Anhebung der zu versiegelnden Fläche von 40 auf 50 Prozent erlaube lediglich, mehr Parkraum und andere so genannte Nebenanlagen pro Grundstück zu schaffen. Der Gesetzgeber gestatte übrigens, maximal 60 Prozent solcher Doppel- und Reihenhausgrundstücke zu versiegeln, schob Diercks nach. Ausschussmitglied Thomas Kalkau (CDU) unterstrich, es sei schon vor zehn Jahren Ziel des Rates gewesen, am Heckenweg Doppel- und Reihenhäuser zuzulassen, Hannelore Deberschär (Grüne) bestätigte diese Aussage und stellte fest, die angestrebte Änderung des Bebauungsplans sei „sinnvoll". Noch deutlicher wurde die Ausschussvorsitzende Heike Krüger‑Feldmannwill (SPD): Die vorher in den Planänderung sei vom Bau- und vom Verwaltungsausschuss beschlossen worden. Ferner bestehe derzeit nicht nur bei Seedorfer Soldaten, sondern auch bei älteren Herrschaften große Nachfrage nach kleinen Wohnungen. Und drittens sollte sich die Politik nicht darauf einlassen, Einzelinteressen zu bedienen. Um dem Wortführer der Kritiker, Heiner Roose, die Möglichkeit zu geben, sich zu äußern, unterbrach die Vorsitzende die Sitzung. Roose beharrte darauf, dass die Bebauung dichter werde, weil die Grundstücke geteilt werden und somit längere Häuserzeilen entstehen könnten. Der Charakter des Wohngebietes werde zerstört, da die Verkehrsbelastung zunehmen und der Grad an Begrünung abnehmen werde. Roose schloss mit der Frage, wie der Ausschuss zu verhindern gedenke, dass am Heckenweg Häuserblocks entstehen? Die Antwort hatte Diercks parat: „Gar nicht." Grundstücksteilungen seien nicht genehmigungspflichtig. Der Ausschuss habe darauf folglich keinen Einfluss. Damit war alles gesagt. Der Ausschuss billigte die Planänderung, ohne dass die Kritik der Anwohner darauf Einfluss gehabt hätte, Günter Brunkhorst (FDP) votierte dagegen. Rudolf Roose (CDU) enthielt sich. Heiner Roose und Mitstreiter äußerten sich nach Ende der Sitzung enttäuscht über das Gebahren der Volksvertreter sie seien auf ihre Anregungen und Bedenken kein bisschen eingegangen, so der Tenor. (tk) ZZ 01.09.2010
Kinder spielen mit Wasser der Mehde ZEVEN. Der an der Mehdebrücke, am Museum Kloster gelegene Kinderspielplatz gehört nicht zu den beliebtesten im, Stadtgebiet. Eher selten verirren sich Eltern mit jüngeren Kindern dorthin. Eine Erneuerung der Spielgeräte ist mit rund 33 000 Euro zu veranschlagen. Da dieser vernachlässigte Standort im Fördergebiet „Stadtumbau West" liegt, kamen Zevener Ratsmitglieder auf die Idee, den Platz umzugestalten zu einem Wasserspielplatz. Wie er sich einen Wasserspielplatz an der Mehdebrücke vorstellt, erläuterte der Landschaftsarchitekt Frank-Dieter Stucken aus Bötersen den. Mitgliedern des städtischen Bauausschusses anlässlich der jüngsten Sitzung im Rathaus. Wasser könnte mittels einer Handpumpe aus der Mehde gefördert werden, einen Bachlauf füllen, gestaut und wieder in die Mehde abgeleitet werden. Hinzu kämen ein Balancierbalken und ein Kletternetz. Ergänzen ließe sich eine Hängebrücke über den Philosophenweg hin zu einem Kletterturm auf der anderen Seite. Ringsum könnten Baumkronen gelichtet werden, um den Platz aus dem Schatten zu holen. Für die Umsetzung des Vorhabens müsse mit Kosten in Höhe von rund 100000 Euro gerechnet werden, ergänzte Stucken. ZZ 31.08.2010 Aus der Fußgängerzone querbeet zur Rhalandstraße Bauausschuss billigt mehrheitlich vorgestellten Plan zur Anbindung des großen Einkaufszentrums Auf der Worth an die Lange Straße ZEVEN. Das Vorhaben, die Zevener mit einem großen Einzelhandelskomplex in der Straße Auf der Worth zu beglücken, hat eine weitere Hürde genommen. Vorgesehen ist, auf dem Aldi-Gelände und benachbarten Flächen ein bis zu zwölf Meter hohes Einkaufszentrum mit rund 4600 Quadratverkaufsfläche zu bauen. Der entsprechende Bebauungsplan ist während der Sommerferien im Rathaus öffentlich ausgelegt worden. Parallel dazu wurden - wie im Gesetz vorgeschrieben - etliche Behörden um eine tu Stellungnahme zu dem sowohl von Gutachtern als auch von der Industrie- und Handelskammer befürworteten Großvorhaben gebeten. Aus der Bevölkerung sind während der vierwöchigen Auslegung keinerlei Bedenken gegen das von Planer Ingo Bellmann ausgearbeitete Vorhaben erhoben worden. Mit den wenigen im Verlauf der Behördenbeteiligung im Rathaus eingegangenen Anregungen hatte sich am vergangenen Donnerstagnachmittag der unter Vorsitz von Heike Kröger-Feldmann (SPD) tagende Bauausschuss des Stadtrats zu befassen. Die Politiker erfuhren, dass sich keine Auswirkungen auf die bisherige Planung ergeben haben. Auf eine Frage von Ausschussmitglied Günter Brunkhorst (FDP) nach der Erschließung des Geländes von der Gartenstraße aus, antwortete Fachbereichsleiter Günter Neß, dass dergleichen nicht Gegenstand dieses Verfahrens sei, sondern in einem weiteren Plan geregelt und im Ausschuss behandelt werde. Daraufhin empfahl der Ausschuss einstimmig - bei Enthaltung von Günter Brunkhorst - dem Rat, den Bebauungsplan in der vorliegenden Fassung zu beschließen. In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die im Rahmen des Programms „Stadtumbau West" vorgesehene Anbindung dieses Einkaufszentrums an die Fußgängerzone. Darauf hatte neben der Politik auch die Industrie- und Handelskammer gesteigerten Wert gelegt. Und so trat Stadtplaner Frank-Dieter Stucken aus Bötersen vor die im Saal des Rathauses versammelten Volksvertreter. Er erläuterte ihnen, wie er sich die fußläufige Verbindung zwischen Lange Straße und Rhalandstraße vorstellt unter Berücksichtigung dessen, dass das DRK den Mittelteich verlässt und die Gebäude abgerissen werden. Stucken schwebt vor, den bestehenden Fußweg in der Straße Am Mittelteich von der Lange Straße aus quasi schnurstracks geradeaus über das DRK-Grundstück zur Straße Auf der Worth und weiter über den Parkplatz des Einkaufszentrums zur Rhalandstraße zu führen, auf die er nördlich der Praxis Blank trifft. Beiderseits des Fußwegs seien Bäume zu pflanzen. Nach dem Abriss der Rettungswache wäre auf dem Parkplatz Mittelteich Raum für vier weitere Stellplätze. Zudem könnte das im Kurvenbereich der Straße Am Mittelteich anzusiedelnde Ärztezentrum in Richtung Auf der Worth erweitert werden, führte der Architekt aus. Das Überqueren der Straße Auf der Worth wäre mit einer Aufpflasterung zu erleichtern. Die auf die Stadt zukommenden Kosten bezifferte Stucken auf rund 150 000 Euro. Abgesehen davon ist nach wie vor im Gespräch, die Straße Am Mittelteich als Einbahnstraße auszuweisen. Die ausführlich vorgestellte Planung nahmen die Ausschussmitglieder mit Wohlwollen auf und wollen sie weiter verfolgen. Lediglich Günter Brunkhorst enthielt sich der Stimme. (tk)
ZZ 30.08.2010
Liberale feiern Parteienfusion
ZEVEN. 20 Jahre ist her, dass sich die drei liberalen ostdeutschen Parteien sowie die westdeutsche Freie Demokratische Partei zur gesamtdeutschen FDP zusammen taten. Das nimmt die Friedrich Naumann-Stiftung zum Anlass für eine Festveranstaltung am Dienstag, 31. August, im Kongress-Zentrum Hannover. Motto: „Einheit in Freiheit" . Gastredner sind Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, Sabine Bergmann Pohl, ehemalige Präsidentin der einzigen frei gewählten Volkskammer, Klaus Gollert, Minister a.D., sowie der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle. Wer an der Veranstaltung teilnehmen möchte. wende sich an Hartmut-Hans Schmidt (0 42 81/99 90 46). Anmeldeschluss ist am Dienstag, 24. August. ZZ/bal
Die Sache mit der „Mastbrütenputerei“ Reisegruppe aus dem Landkreis erlebt turbulente Stunde im Landtag zu Hannover
HANNOVER. Die Zuschauer wussten nicht so recht, ob sie sich in einem wild inszenierten Theaterstück oder bei einem denkwürdigen Beispiel gelebter Demokratie befanden, als sie am vergangenen Mittwoch von der Tribüne des Plenarsaals des Landesparlaments die aktuelle Stunde des Niedersächsischen Landtags verfolgten.
Unter den Besuchern befand sich auch eine Gruppe politisch Interessierter aus dem Landkreis Rotenburg, die auf Einladung des FDP-Abgeordneten Jan-Christoph Oetjen aus Sottrum unter Führung von Hartmut-Hans Schmidt, Zeven, per Sonderbus mit Fahrgästen aus Zeven, Rotenburg und Verden in die Landeshauptstadt gekommen war. Was sie dann nach eingehender Einweisung per Videofilm über die Zusammensetzung und Aufgaben des Parlaments in der aktuellen Stunde beim Tagesordnungspunkt „Ministerin Grotelüschen im Interessenskonflikt zwischen Tierschutz und industrieller Massentierhaltung“ live miterleben konnten, war schon starker politischer Tobak. Während das Thema wort- und gestenreich von den einzelnen Rednern abgehandelt wurde, saß unter den Abgeordneten auch Astrid Grotelüschens Vorgänger Hans-Heinrich Ehlen aus Kalbe, der die Vorwürfe gegen seine Parteifreundin mit entspannter Gelassenheit verfolgte. Natürlich bekundete Heiner seinen Beifall für positive Wortbeiträge der CDU/FDP-Koalitionäre, indem er gemeinsam mit ihnen mit der flachen Hand rhythmisch auf den Tisch haute. Das machten Antragsteller Bündnis 90/Grüne mit SPD und Linke auf der anderen Seite nicht anders, wenn scharfsinnige Pfeile aus ihren Reihen abgefeuert wurden. Zuweilen gab es Zwischenrufe wie „Blödsinn“, „Kokolores“ und „alles Lüge“, unangemeldete Zwischenfragen und tumultartige Situationen, so dass Landtagspräsident Dinkla die Sitzung mehrfach kurz unterbrechen musste. Jan-Christoph Oetjen ließ sich deshalb wohl auch während seiner engagierten Verteidigungsrede für Astrid Grotelüschen etwas aus dem Konzept bringen, als er unter schadenfrohem Gelächter der Opposition mit „Mastbrütenputerei“ ein neues Wort prägte. Nach der Debatte war das Thema Grotelüschen zwar in der aktuellen Stunde beendet, aber nicht auf der weiteren politischen Bühne, - die Linken forderten gar sofortigen Rücktritt der Ministerin. Die Rotenburger Reisegruppe indes hatte das Vergnügen, mit Heiner Ehlen und Mechthild Ross-Luttmann zwei ehemalige CDU-Minister sowie mit Ralf Borngräber (SPD) und Gero Hocker (FDP) ausgewiesene Landtagsparlamentarier zur politischen Situation befragen zu können. Ross-Luttmann und Ehlen fügten sich zwar etwas enttäuscht in ihre kürzlich von Wulff vollzogene Ablösung, bekannten aber, ihre Arbeit mannschaftsdienlich als gewählte Abgeordnete fortsetzen zu wollen. Wenngleich die Besucher vom rüden Umgangston der Parlamentarier untereinander und ihrer Unfähigkeit, den politischen Gegner ausreden zu lassen befremdet waren, beschwichtigte Mechthild Ross-Luttmann: „Das ist gar nichts Besonderes, weil auch das zum politischen Alltagsgeschäft dazugehört. Meine drei Kinder sagen, wenn ich zu Hause bitte, einen nach dem anderen sprechen zu lassen, ich solle man lieber erst nach Hannover schauen“. Außerdem sei die Sache in der heutigen aktuellen Stunde durchaus spannend gewesen, weil es auch andere Sitzungen gäbe, bei denen die Zuschauer mit endlos langem Zahlenwerk und ermüdenden Paragrafen gelangweilt würden. Heiner Ehlen verdeutlichte schließlich, dass es falsch sei, wenn die Bürger annehmen, dass der gesamt Niedersächsische Landtag abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden solle. Es handele sich lediglich im den mehr als 40 Jahre alten Plenarsaal, der einem fensterlosen Bunker gleiche und so baufällig sei, dass Teile verhängt werden müssten, damit das Dilemma nicht offen sichtbar sei. Das unter Denkmalschutz stehende Leineschloss sei von dem Abriss in keiner Weise betroffen. Jan-Christoph Oetjen stieß noch kurz zu der Besucherrunde, indem er sich entschuldigte, weil er nach der Grotelüschen-Debatte einen weiteren Wortbeitrag zur „Abschiebepraxis in Niedersachsen, nach dem Prinzip Hauptsache raus“ gehabt habe. (mi)
Mittwoch,28.Juli 2010 „Sprache ist Schlüssel für Integration" ZEVEN. Sprache ist ein Schlüssel für erfolgreiche Integration. Dieser Auffassung ist der Zevener FDP-Vorsitzende Hartmut- Hans Schmidt. Deshalb, so Schmidt, seien Sprachkurse so wichtig. Zuletzt aber habe eine Reihe von qualitativen Verbesserungen zur Folge gehabt, dass bei den Integrationskursen bundesweit ein Fehlbestand von 30 Millionen Euro entstanden sei. „Daraufhin wurden zahlreiche Sparmaßnahmen beschlossen: Beispielsweise durften Kursteilnehmer, die ein bestimmtes Qualifizierungsniveau (A2) bei der Sprachprüfung nicht erreicht hatten, diesen Kurs nicht wiederholen. Außerdem wurde der Zugang zu den Integrationskursen für bestimmte Zielgruppen erschwert, so dass zahllose integrationsbereite Migranten nicht berücksichtigt werden konnten", berichtet Schmidt. Und weiter: "Da bei alledem auch noch die Mindestteilnehmerzahlen bei den Alphabetisierungskursen erhöht wurden, kamen vor allem in ländlichen Bereichen viele Kurse nicht mehr zustande." Auf diese laut Schmidt negative Entwicklung, die zudem allen öffentlich erklärten Integrationsbemühungen Hohn spreche, hatte Schmidt, Vorstand des FDP-Ortsverbands Zeven, den liberalen Bundestagsabgeordneten und integrationspolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Serkan Tören, in einem Schreiben hingewiesen und um Abhilfe gebeten. Tören habe inzwischen geantwortet und mitgeteilt, dass für das laufende Haushaltsjahr zusätzliche Mittel von 15 Millionen Euro bereitgestellt werden, lässt Schmidt die ZZ wissen. Die Gelder, so der Abgeordnete, würden dem ladenden Haushalt entnommen, was er „vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzlage als einen großartigen Erfolg" werte. Die Integrationskurse seien seiner Ansicht nach „eine Erfolgsgeschichte", die „wir als FDP weiterentwickeln möchten". Allerdings gebiete es die angestrebte Konsolidierung der Finanzen, dass die angebotenen Integrationskurse stärker optimiert werden müssen, so wie es im Koalitionsvertrag auch vereinbart sei. Serkan Tören habe angekündigt, die Träger von Integrationskursen in der letzten Septemberwoche zu einem Erfahrungsaustausch nach Berlin einzuladen. Sein Ziel: Er wolle Integration und Chancen von Einwanderinnen und Einwanderern in Deutschland voranbringen, heißt es abschließend in der Mitteilung von Hartmut- Hans Schmidt (Zyjs).
FDP gedenkt der vielen Steuerzahler
ZEVEN. Der Bund der Steuerzahler hat einen Gedenktag für den Steuerzahler eingerichtet. Darauf weist der FDP-Ortsverband Zeven in einer Pressemitteilung hin. Der Tag solle daran erinnern, wie lange jeder Steuerzahler im Laufe eines Jahres nur für den Staat arbeite, heißt es. Seit Jahren steige die Zahl dieser Arbeitstage unaufhörlich an, im vergangenen Jahr seien es 196 gewesen. Der Steuerzahlertag war laut FDP der 15. Juli. In diesem Jahr sei dieser Trend gebrochen worden. Der Steuerzahlertag sei schon nach 185 Tagen (4. Juli) erreicht worden. Demnach habe jeder Steuerzahler gegenüber dem Vorjahr gut 11 Tage gewonnen, eine Zeitspanne, die ihm jetzt mehr Geld in seiner Tasche belasse als noch 2009. Als Grund führt Ortsverbandsvorsitzender Hartmut-Hans Schmidt an, dass es keine Steuererhöhung von der schwarz-gelben Koalition gegeben habe. „Leider fand das in der medialen Aufmerksamkeit nur wenig positiven Nachhall, genauso wenig wie das seitdem gestiegene Wirtschaftswachstum oder die gesunkenen Arbeitslosenziffern. Ich meine: Zumindest für die Koalition allemal Gründe zum Selbstlob", so Schmidt. (ZZ/js) 9.7.10
Hilfe - mein Kind ist hochbegabt Was Eltern tun können, um ihre hochbegabten Kinder optimal zu fördern Zeven (fh). Rund zwei Prozent der Bevölkerung haben einen Intelligenzquotienten (IQ) von über 130 und gelten damit als hochbegabt. Doch was sich zunächst vielleicht wie ein Segen anhören mag, stürzt viele Kinder und Familien in Verzweiflung. Für Hochbegabte gibt es in Deutschland nur wenige Fördermöglichkeiten, so dass viele überdurchschnittlich intelligente Kinder ihre totale Leistungsfähigkeit gar nicht erreichen. Jutta Winter, Förderschullehrerin an der Janusz-Korczak-Schule und Vorsitzende des Bremer Vereins Aktion hochbegabtes Kind (www.aktion-hochbegabtes-kind.de), erläuterte auf Einladung der Liberalen Frauen Zeven, wie Eltern eine außergewöhnliche Intelligenz erkennen und ihr Kind optimal fördern können. Für intellektuell hochbegabte Kinder gäbe es kaum Einrichtungen und Lehrkräfte, die dem besonderen Lerntempo Rechnung tragen würden, so Winter. Doch wie lässt sich eine solch besonders hohe Begabung erkennen? „Zum einen weisen die Kinder ein hohes Detailwissen auf, haben einen für ihr Alter ungewöhnlichen Wortschatz, das heißt, sie reden manchmal geschwollen,' fast wie ein kleiner Professor", führt die Expertin weiter aus. Doch auch die ausgeprägte Fähigkeit zum Merken von Fakten und das genaue Durchschauen von Ursache-Wirkungs-Beziehungen oder eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und ein kritisches, unabhängiges und wertendes Denken können auf eine Hochbegabung hinweisen. Auch wenn Kinder sich an Problemen festbeißen, nach Perfektion streben und dabei sehr selbstkritisch auftreten, unabhängig arbeiten und großes Interesse an „Erwachsenenthemen" wie Philosophie, Politik oder auch Umweltfragen und Gerechtigkeit haben, kann das für eine Hochbegabung sprechen. Vielfach beschäftigen sich diese Kinder in jungen Jahren schon mit Begriffen wie Recht und Unrecht, prüfen jede Meinung von Autoritäten sehr kritisch neigen dazu, schnell über Situationen zu bestimmen. „Der Umgang mit diesen Kindern ist oft nicht leicht, weil sie alles hinterfragen und kritisieren", so die Pädagogin. Sie stellt aber auch klar, dass eine hohe Intelligenz nur eine Fähigkeit darstellt und nicht garantiert, dass sie auch entsprechend genutzt wird. Das funktioniere nur, wenn auch alle äußeren Parameter wie Schule, Familie und das soziale Umfeld passten, sonst könne das gesamte Gefüge auseinander geraten und das Kind somit nicht seine ganze Intelligenz nutzen. Dennoch werde für Hochbegabte immer noch zu wenig getan. „Die meisten Eltern hochbegabter Kinder wurschteln' sich so durch." Zwar gäbe es Schulen für besonders intelligente Kinder, doch die müssten meist privat finanziert werden, weiß die Referentin. Es gibt allerdings Bestrebungen seitens des Landes Niedersachsen, Hochbegabte stärker zu fördern. Dazu wurde der Kooperationsverbund Hochbegabung gegründet, dem auch das St.-Viti-Gymnasium, die Grundschule am Klostergang und die Grandschule Heeslingen angeschlossen sind, die spezielle Lehrerstunden und Förderangebote offerieren. Jutta Winter rät betroffenen Eltern daher, sich an die bundesweit tätige Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) zu wenden oder eben an Vereine wie „Aktion Hochbegabtes Kind" aus Bremen (® 04281/959185), um ihren Kindern die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen.
SJ 04.07.10
Haupt-und Realschule fusionieren CDU und FDP setzen Beschluss im Rat durch ZEVEN. Mit klarer Mehrheit hat der Rat der Samtgemeinde Zeven beschlossen, die Haupt- und die Realschule künftig organisatorisch in einer Schule zusammen zu fassen. Bevor es so weit ist, sollen allerdings die Schulgremien beteiligt werden, und es ist eine Genehmigung der Landesschulbehörde einzuholen. CDU und FDP stimmten für die Fusion der Schulen, einige Nein-Stimmen kamen aus der SPD-Fraktion. Andere Sozialdemokraten, sowie Ingolf Lienau (Grüne) und Hans Günter Krauskopf (WFB) enthielten sich der Stimme. Bei der Vorstellung und Begründung der Beschlussvorlage sagte Samtgemeinde-Bürgermeister Johann Klintworth, es biete sich eine einmalige Chance für eine Zusammenführung der Schulen. Hauptschulrektor Claus Bassen gehe in 2011 in Pension, seine Realschul-Kollegin Uta Gerken nur ein Jahr später. Daher sehe man einen geeigneten Zeitpunkt, um Hauptschule und Realschule organisatorisch zusammen zu führen. gen nicht erkennbar. Die SPD sei schon länger für eine engere Zusammenarbeit gewesen, aber jetzt sei auch der Zeitpunkt, um inhaltliche Änderungen anzupacken. Für die SPD sei es ein Minuspunkt, dass es bei einer Kooperation keinen gemeinsamen Unterricht in den Hauptfächern gebe.
<<Wir brauchen den Weg in ein Gesamtschul-System. >> SPD-SPRECHER FRIEDHELM HELBERG
Dennoch werde diese Entscheidung Einfluss auf die Schullandschaft haben. „Wir brauchen den Weg in ein Gesamtschul-System, denn die Abstimmung darüber erfolgt bereits mit den Füßen." Helberg stellte deshalb einen Antrag, mit der organisatorischen Zusammenarbeit auch die inhaltliche Zusammenarbeit weiter zu entwickeln, mit dem Ziel, zu einer Gesamtschule zu kommen. Die CDU-Ratsmehrheit lehnte diesen Antrag ab. Christdemokratin Katharina Merklein sagte ,nach einem Jahr. Für die FDP signalisierte Hartmut-Hans Schmidt Zustimmung. Diese Kooperation bringe Chancen für die Schüler. Und man folge einem öffentlichen Diskurs für mehr Integration.“
Eine solche Zusammenführung bedeute eine Veränderung der Klassenstärken, außerdem sei künftig gemeinsamer Unterricht möglich, nur nicht in den Hauptfächern. Beide Schulvorstände hätten bereits eine Stellungnahme abgegeben, berichtete Klintworth. Während sich der Schulvorstand der Realschule für die Zusammenlegung der beiden Schulen ausgesprochen habe, sei der Schulvorstand der Hauptschule dagegen.
Reaktion auf Abwanderungen Klintworth erwähnte auch noch die drohenden Abwanderungen aus der Samtgemeinde Zeven, insbesondere aus der Gemeinde Heeslingen, nach Sittensen, zur neuen Gesamtschule. Sittensen seinerseits verliere Schüler an die Eichenschule in Scheeßel. Die Zusammenlegung vor Haupt- und Realschule sei auch eine notwendige Reaktion auf diese Abwanderungstendenzen. Für die SPD meldete deren Sprecher Friedhelm Helberg Kritik an. Mit der angestrebten Zusammenlegung werde man das Abwandern nicht beeinflussen, allenfalls noch befördern. Der einzige Grund für die Zusammenlegung sei offenbar, dass man aus zwei Rektoren-Stellen nur noch eine machen wolle. Eine inhaltliche Weiterentwicklung, sei dagegen, debattiere man noch immer über die Strukturen. Jetzt sei aber die Chance da. Man habe eine Sekundarschule gewollt, zwei Schulen unter einem Dach seien der erste Schritt auf dem Weg dahin. Derzeit werde es jedoch keine Gesamtschule in Zeven geben
Integrationsgruppe wird erst in 2011 eingerichtet
ZEVEN. Es hat noch eine längere Debatte im Rat der Stadt Zeven um das Thema Integrationsgruppe gegeben, aber am Ende wurde der Beschluss so gefasst, wie ihn der Verwaltungsausschuss in seiner. Sondersitzung empfohlen hatte. Nur die FDP mochte nicht zustimmen - CDU/Grüne, SPD und WFB votierten dagegen geschlossen für eine neue Integrationsgruppe in einem städtischen Kindergarten ab dem 1. August 2011.
CDU-Sprecher Hans-Peter Klie stellte zunächst fest, man habe einen Kompromiss gefunden, über den man nun abstimmen sollte, Aber es bleibe festzuhalten, dass die Diskussion der Mehrheitsfraktion nicht gefallen habe. Es habe sich auch gezeigt, dass politische Entscheidungen von der Verwaltung nicht immer umgesetzt werden. Bereits im Herbst seit deutlich gewesen, dass erneuter Bedarf bei den Integrationsgruppen bestehe. Der Fachauschuss sei einstimmig für eine neue Integrationsgruppe in diesem Jahr gewesen, aber der Stadtdirektor habe dann die Beratung im Verwaltungsausschuss (VA) verweigert und eine Sondersitzung erzwungen. Immerhin gebe man mit dem nun gefassten Beschluss ein klare Botschaft an die Eltern. SPD-Sprecher Manfred Poburski sagte, so gehe das nicht. Wenn Bedarf bestehe, seien alle für die neue Integrationsgruppe. Aber die Art des Verfahrens sei nicht in Ordnung gewesen. Andere SPD-Mitglieder bekräftigten diese Sichtweise, aus den Reihe von CDU und Grünen gab es Widerspruch. Für die FDP sprach Bernd Brandes von einem Anschlag auf die Demokratie in Zeven. Der Beschluss im VA über die rote Linie sei der erste Anschlag gewesen, jetzt folge der zweite. Hans Günter Krauskopf sagte, die ersten zwei Sätze von Hans-Peter Klie hätten ihm gefallen. Danach sei es nur noch um Vergangenheitsbewältigung und Schuldzuweisungen gegangen, was man sich alles habe ersparen können, (ak)
23.06.ZZ
Leserbriefe Betr.: Bericht und Kommentar zur Sitzung des Samtgemeinderates. Es ist doch eine „tolle" Leistung von unserem Lokalredakteur Andreas Kurth, wie er mich mit seiner Pressefreiheit beleidigen darf. Oder? Es ist nur schade, dass ich als gewähltes Rats-, Samtgemeinde- und Kreistagsmitglied der FDP nicht mehr meine persönliche Meinung äußern darf. Die Wahrheit darf man eben nicht mehr sagen, denn viele können sie auch nicht vertragen. Günter Brunkhorst Zeven
26.06.10 ZZ
ZEVEN. Bei drei Gegenstimmen hat der Rat der Samtgemeinde Zeven beschlossen, die zunächst für das kommende Haushaltsjahr beschlossene Einführung des neuen kommunalen Rechnungswesens auf das Jahr 2012 zu verschieben. Samtgemeinde-Bürgermeister Johann Klintworth räumte sogar ein, dass die Verwaltung bereits vor diesem Beschluss des Rates - aus Zeitgründen - damit begonnen habe, den weiterhin kameralistischen Haushalt für 2011 vorzubereiten. Man habe in der Bürgermeisterrunde über das Thema diskutiert und sei zu dem Schluss, gekommen, dass diese Verschiebung vorteilhaft für alle Kommunen sei, so Klintworth. Hans-Peter Klie (CDU) nahm das zum Anlass, um zu fragen, ob man ein neues Organ geschaffen habe? Die Bürgermeisterrunde berate Beschlüsse des Rates vor, und die Politik werde außen vor gelassen, das sei ein ungewöhnliches Verfahren. Hans Günter Krauskopf (WFB) sagte, es sei falsch, die Einführung des neuen Rechnungswesens zu verschieben. Die Lage könne dann sogar noch schlechter sein. Krauskopf und Grünen- Ratsherr Ingolf Lienau stimmten gegen die Verschiebung. Ein Ausrufezeichen setzte Angela van Beek (CDU), die Vorsitzende des Finanzschusses. Sie sprach von falschem Verhalten. Das sei kein guter Stil, sondern Augenwischerei. Sie stimmte ebenfalls mit Nein, (ak) Im Gegensatz zur so genannten Doppik, also der doppelten Buchführung, werden von der heute praktizierten Kameralistik kassenwirksame Einnahmen (Einzahlungen) und Ausgaben (Auszahlungen) betrachtet, dies jedoch nicht im betriebswirtschaftlichen Sinne und auch ohne Erträge und Aufwendungen zu ermitteln.
Meine Meinung ! Von Andreas Kurth
Politiker als Rosstäuscher Ist in der Samtgemeinde Zeven eine neue Ölquelle gefunden worden? Oder eine andere Einnahmequelle, die der Öffentlichkeit noch nicht bekannt ist, die aber spätestens im Jahr 2012 für sprudelnde finanzielle Zuflüsse sorgt? Wenn nicht, dann gibt es für die jetzt beschlossene Verschiebung der Einführung des neuen kommunalen Rechnungswesens in der Samtgemeinde Zeven und ihren Mitgliedsgemeinden nur einen Begriff: Rosstäuscherei.
Rosstäuscher nennt man Pferdehändler, die ihre Kunden mit verschiedenen Tricks über Alter, Gesundheitszustand und Wert des Pferdes täuschen. Genau das versucht die Mehrheit der Kommunalpolitiker in Zeven gerade mit ihren Wählern im Hinblick auf die kommunalen Finanzen. Es ist schon alarmierend, dass ausgerechnet Günter Brunkhorst, bekannter Querulant und Stammtisch-Stratege, im Samtgemeinderat die Frage aufwirft, ob die Verschiebung des neuen Rechnungswesens nicht nur Augenwischerei gegenüber den Wählern sei. Immerhin werden im Herbst 2010 neue kommunale Selbstverwaltungsorgane gewählt. Da macht es sich nicht so gut, wenn den Wählerinnen und Wählern plötzlich auffällt, dass die Schatullen der Kämmerer keineswegs prall gefüllt, sondern leer sind. Der Samtgemeinde-Bürgermeister hat mehrfach in öffentlichen Sitzungen die Summe von 1,8 Millionen Euro genannt, die von Stadt und Dörfern als Abschreibung aufzubringen seien. Dieser Herkules-Aufgabe will man sich lieber erst nach der Wahl stellen. Und damit es keinen unliebsamen Widerstand gibt, hat sich der höchste Repräsentant der Samtgemeinde - sozusagen der oberste Rosstäuscher, um im Bild zu bleiben - in der regelmäßig tagenden Runde der ehrenamtlichen Ratsvorsitzenden der Unterstützung seiner „Kollegen" versichert. Man kann sich gut vorstellen, dass hinter verschlossenen Türen eifrig genickt wurde, denn es wollen ja alle noch einmal wiedergewählt werden.
Die Tatsache, dass der Beschluss über die Verschiebung des neuen Rechnungswesens in keinem offiziellen Gremium beraten, sondern von den Bürgermeistern abgesprochen wurde, sorgte in der Ratssitzung nur für eine kleine Welle der Empörung. Wahrscheinlich fiel den meisten Hobby-Politikern ziemlich schnell ein, dass auch sie im kommenden Jahr ihr Mandat verteidigen müssen.
Der untypische und nur zeitweise zu registrierende Zuzug neuer Familien in die Stadt und die Samtgemeinde wird irgendwann abebben und zum Stillstand kommen. Kurzfristig bringt das den Kommunen einen höheren Anteil an der Einkommensteuer. Mittelfristig wird dieser Einnahmezuwachs jedoch aufgefressen und schlägt ins Negative um, denn beispielsweise die Kosten für die Kinderbetreuung steigen überproportional. Zudem leistet man sich den Luxus, die Eltern nur mäßig zu belasten. Von weiterem Luxus, der bald auf den Prüfstand muss, gar nicht zu reden. Nach der Wahl wird also der neue Rat diverse Grausamkeiten begehen müssen. Viel Spaß dabei!
04.06.10 ZZ
Liberale informieren sich über „Strom erzeugende Heizungen“ Auf ein großes Interesse stieß wieder einmal der Liberaler Energietag, der dem Thema Erneuerbare Energien gewidmet ist und Mitglieder wie Gäste über die neuesten Entwicklungen informieren soll. In seinen Eingangsworten erinnerte der Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Zeven, Hartmut-Hans Schmidt, daran, daß die bisherige Energieversorgung zunehmend Beschränkungen unterworfen ist, die zum einen im Bereich der natürlichen Vorkommen und zum anderen in den Umweltauswirkungen begründet sind. Daher ist es für Schmidt unabweislich, sich rechtzeitig mit alternativen Energien auseinanderzusetzen und neue Techniken, wie die Kraft-Wärme-Kopplung kennen zu lernen. Seit einigen Jahren geraten solche ganzheitlichen Konzepte wie die kombinierte Wärme und Stromerzeugung in Kleinkraftwerken in den Blickwinkel von Bauherren, und zwar deshalb weil sie mit einer ausgesprochen hohen Effizienz arbeiten. Diese Mini-Kraftwerke sind längst auf dem Markt, beispielsweise hat sie der Naturstromanbieter, die LichtBlick AG im Programm. Die Gesellschaft empfiehlt übrigens, nur mit Naturstromanbietern zusammenzuarbeiten, damit sichergestellt ist, daß erneuerbare Energien gefördert werden. Ihre Energieberater Uwe Helm und Peter Rehbein waren der Einladung des Zevener Ortsverbandes gerne gefolgt und nahmen die Gelegenheit wahr, über das zukunftsweisende Konzept des so genannten ZuhauseKraftwerks zu referieren und zu diskutieren. Bei dieser Technik kommt ein neu entwickelter Motor der Volkswagen AG zum Einsatz, der normales Erdgas oder Bio-Gas verbraucht und dabei Strom und Wärme produziert. Während der Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird, kann die Wärme genutzt werden, um das Haus oder die Wohnung zu erwärmen. Solche Konzepte sind zwar vorerst nur für größere Immobilien (ab einem Jahresverbrauch von 45.000 kWh Gas) vorgesehen, an kleineren Einheiten aber werde zielstrebig gearbeitet, versicherte Rehbein in Bezug auf künftige Entwicklungen. Die Anbieter lassen sich von der Überzeugung leiten, daß Strom aus erneuerbaren Energien die Zukunft gehört. Aber da nicht immer die Sonne scheint oder der Wind weht, kommen, wenn das der Fall ist, diese Mini-Kraftwerke zum Einsatz. Das sind ZuhauseKraftwerke im Keller, die im Verbund mit anderen eine intelligente Einheit darstellen, die bildhaft mit einem Heringsschwarm verglichen werden kann. Bei 100000 Anlagen dieser Art würde sogar so viel SchwarmStrom erzeugt, daß zwei Atomkraftwerke überflüssig würden, meinte Rehbein und wies abschließend darauf hin, daß das revolutionäre Energiekonzept den Ausbau der erneuerbaren Energien ergänzen würde und für eine Stromversorgung der Zukunft steht. Man befände sich bereits auf einem guten Wege, um dieses ehrgeizige Ziel baldmöglichst zu erreichen, außerdem seien sie nach der Energie-Einspeise-Verordnung (EnEV) sogar förderwürdig. ZZ 07.06.2010
Liberaler Energietag - Kleinkraftwerke im Heizungskeller Mit Mini-Kraftwerken können Hausbesitzer ihre eigene Raumwärme sowie einen großen Teils des benötigten Stroms selbst erzeugen können. Man nennt diese Systeme „Strom erzeugende Heizungen“. Damit wird den Anwendern eine hocheffiziente Möglichkeit in die Hand gegeben, nicht nur ihren eigenen Energieverbrauch zu reduzieren sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Über die einzelnen Details informiert der FDP-Ortsverband Zeven im Rahmen seines „3. Liberalen Energietags“ am Mittwoch, 26. Mai 2010, 19.30 Uhr im Landhaus Roose in Zeven, Alt-Bremer-Str. 2. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Liberale Frauen besuchen „Schuh-Tick“ in Bremen
Die Liberalen Frauen aus Zeven waren dieser Tage Gast der Liberalen Frauen aus Bremen. Ihr Ziel war die Ausstellung „Schuh-Tick“ im Bremer Übersee-Museum. Unter sachkundiger Führung wurde ein Streifzug durch die Geschichte des Schuhs unternommen. Bei der Gelegenheit erfuhren die schuh-begeisterten Liberalen Frauen, daß Schuhe nicht nur die Füße schützen, sondern auch Ausdruck von Status und macht sind, nicht zuletzt auch als Glücksbringer gelten. Aber bei der Führung bekamen die Gäste auch Gelegenheit, schicke und „verrückte Schuhe“ anzuprobieren. Auch ein Gang über den Laufsteg wurde gewagt. Viel Spaß und gute Unterhaltung beendeten den gemeinsamen und unterhaltsamen Abend. Eine Fahrt nach Berlin steht im Juni auf dem Plan. Interessenten sind herzlich willkommen und melden sich bei Margret Schmidt Tel: 04281-999046. 16.05.10 Sonntagsjournal
Liberaler Energietag -Kleinkraftwerke im Heizungskeller In den nächsten Jahren müssen in Deutschland ca. 18 Millionen Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Dabei bietet sich die einmalige Chance, die notwendige Modernisierung der Heizung mit einer klimaverträglichen Wärme- und Stromversorgung zu koppeln. Dafür stehen heutzutage Mini-Kraftwerke bereit, mit denen die Anwender ihre eigene Raumwärme sowie einen großen Teils des benötigten Stroms selbst erzeugen können. Man nennt diese Systeme „Strom erzeugende Heizungen“. Damit wird den Hausbesitzern eine hocheffiziente Möglichkeit in die Hand gegeben, nicht nur ihren eigenen Energieverbrauch zu reduzieren sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Über die einzelnen Details informiert der FDP-Ortsverband Zeven im Rahmen seines „3. Liberalen Energietags“ am Mittwoch, 26. Mai 2010, 19.30 Uhr im Landhaus Roose in Zeven, Alt-Bremer-Str. 2. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Kinderzuschlag entpuppt sich als Mogelpackung
Familienpolitik mit Schwächen – Heike Peukert über ein Gesetz und seine Auslegung
Weertzen (sb). Heike Peukert hat kein Problem damit, Brisantes beim Namen zu nennen, auch in der Öffentlichkeit nicht. „So fallen diese Dinge nicht unter den Tisch“, sagt sie entschieden. So auch beim Thema Kinderzuschlag. Denn die Mutter einer 15-Jährigen fühlt sich als Alleinerziehende diskriminiert, wenn es um den Erhalt dieser monatlich maximal 140 Euro geht. Vor diesem Hintergrund hat sie eine Petition an den zuständigen Ausschuss des Deutschen Bundestages gerichtet.
Damit möchte Heike Peukert auf eine Schwachstelle in der Gesetzgebung und deren Auswirkungen hinweisen. „In unzulässiger Art und Weise wird hier mit zweierlei Maß gemessen“, kritisiert die gelernte Dolmetscherin. Dabei hört sich die Idee vom Kinderzuschlag eigentlich gut an. Denn mit diesem Geld sollen Familien davor bewahrt werden, allein wegen ihrer Kinder auf Arbeitslosengeld II (umgangssprachlich Hartz IV) angewiesen zu sein, heißt es im Bundeskindergeldgesetz (BKGG) dazu. Durch das Festsetzen von Höchst- und Mindesteinkommen (600 Euro Alleinerziehende, 900 Euro Paare mindestens) soll zudem ein Erwerbsanreiz für die Eltern geschaffen werden, denn Hartz-IV-Empfänger haben keinen Anspruch auf den Kinderzuschlag. Komplizierte Berechnung An dieser Einkommensgrenze scheiterte auch Heike Peukert, als sie Ende Oktober 2007 den Kinderzuschlag für ihre Tochter beantragte. Die Weertzenerin hatte gerade ihre Ausbildung beendet und war einige Monate zuvor in die Selbstständigkeit gegangen. „Damals wurde mein Antrag abgelehnt, da mein Einkommen, um weniger als 45 Euro monatlich unterhalb des Hartz-IV-Satzes lag.“ Zumindest in der Berechnung der Familienkasse, die anders als der Hartz-IV-Leistungsträger zur Berechnung ihres Einkommens den Gewinn nach Kosten und Steuern zu Grunde legte. „Und ein solcher war in der Anfangsphase des Unternehmens betriebswirtschaftlich gesehen natürlich noch nicht vorhanden“, erklärt Heike Peukert. Die Folge dieser unterschiedlichen Herangehensweise: Weder das hiesige Arbeitsmarktportal noch die Familienkasse sah sich in der Zuständigkeit. Heike Peukert klagte gegen die Ablehnung und musste nach der Entscheidung des Sozialgerichts Stade einsehen, dass es sinnlos war, weiter die Gerichte damit zu beschäftigen, da wegen der aktuellen Gesetzeslage keinerlei Aussicht auf Erfolg bestand. Mitte 2009 stellte sie dann einen zweiten Antrag auf Kinderzuschlag. „Inzwischen überstieg mein Einkommen deutlich die hierfür erforderliche Untergrenze“, erinnert sie sich. Doch der Antrag wurde erneut abgelehnt, diesmal wurde auf das Einkommen ihrer Tochter Bezug genommen. Und das habe der Familienkasse zufolge die maximale Höhe des monatlichen Kinderzuschlages – also 140 Euro – überstiegen. Zu diesem Einkommen zählt auch der Unterhalt für ein Kind. Und den konnte die Alleinerziehende mittlerweile gegen den Vater ihrer Tochter durchsetzen, wodurch der Kinderzuschlag abermals in weite Ferne rückte. Heike Peukert bemängelt an dieser Stelle, dass bei den Transferleistungsträgern das Einkommen der Bedarfsgemeinschaft zu Grunde gelegt wird für die Berechnung, während die Kindergeldkasse offenbar willkürlich entweder das Einkommen des/der Erziehungsberechtigten oder der Kinder als Basis ihrer Berechnung ansieht. Sie glaubt, dass damit unerwünschte Wechselwirkungen der unterschiedlichen Gesetze und Verfahrensweisen der einzelnen Behörden vermeidbar wären durch eine eindeutige Gesetzgebung. So ist sie mittlerweile zu der Einschätzung gekommen, dass der Kinderzuschlag eigentlich nur für Verheiratete in Frage kommt, deren Einkommen nicht ausreicht. „Denn die Kinder lediger oder geschiedener Elternteile haben grundsätzlich einen Anspruch auf Kindesunterhalt, den sie verpflichtet sind, auch vorrangig einzutreiben“, betont Peukert und verweist im gleichen Atemzug auf die Düsseldorfer Tabelle, eine Richtlinie zum monatlichen Bedarf für Kindesunterhalt. Demnach liegt der Unterhalt bereits im Kleinkindalter über dem maximalen Kinderzuschlag. Alleinerziehende hätten hiernach also absolut keine Chance, Kinderzuschlag zu erhalten. Dabei müsse auch eine Familie, die nicht der klassischen Form Vater-Mutter-Kind entspricht, vor dem Gesetz gleich behandelt werden, fordert Heike Peukert, gemäß den gesetzlich verankerten Gleichstellungsgrundsätzen. Die engagierte Weertzenerin ist Schatzmeisterin des FDP-Ortsverbandes Zeven, der sich als Schwerpunkt den Bereich Sozialpolitik gesetzt hat. Sie schlägt vor, das „kostspielige Verwaltungsmonstrum Kinderzuschlag“ abzuschaffen und dafür Alleinerziehenden und gering verdienenden Eltern ein angemessen erhöhtes Kindergeld auszuzahlen ohne weitere Berechnung ihres oder des Einkommens ihrer Kinder. „Das würde Verwaltungsaufwand und Kosten sparen und die ohnehin überlasteten Sozialgerichte erheblich entlasten“, ist sie überzeugt. Hier seien vom Gesetzgeber zwei Gesetze eng miteinander gekoppelt worden, die sich auf Grund gegensätzlicher Einkommensberechnungsgrundlagen gegenseitig aushebeln. Das Ergebnis entspricht keinesfalls den allseits propagierten politischen Zielen von Gleichstellung und Förderung von Familien. Nach diesem Behördenmarathon steht für Heike Peukert fest, dass die Entscheidung für Kinder in Deutschland noch immer eine Bürde ist. Sie hat die Petition daher auch mit Blick auf andere Alleinerziehende eingereicht. Bisher liegt nur eine Eingangsbestätigung vom zuständigen Ausschuss vor. Es ist also ein „langer Atem“ gefragt. Und den hat Heike Peukert ganz gewiss – neben der Hoffung, dass sie mit ihrer Petition etwas bewegt.
Pressemitteilung des FDP-Ortsverbandes Zeven Hartmut-Hans Schmidt bleibt Vorsitzender der Zevener Liberalen. Auf ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung wurde er nahezu einstimmig in seinem Amt bestätigt. Keine Veränderungen ergaben sich bei der Position seines Stellvertreters, die weiterhin Oliver Naujoks innehat. Nachdem Lars Bruder aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Vorstand kandidierte, wählten die Mitglieder Heike Peukert zur neuen Schatzmeisterin. Damit wurde der Platz des Schriftführers frei, den André Fuge übernahm. Das Quartett der Beisitzer besteht aus Margret Schmidt, Horst Grunow, Jochen Scheel und Günter Baumgart, der zum ersten Mal antrat. In seinem Rechenschaftsbericht konnte Schmidt auf zwei äußerst erfolgreiche Jahre für den FDP-Ortsverband Zeven zurückblicken. Aus der langen Erfolgsliste hob er insbesondere die enge Zusammenarbeit mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten, Ina Lenke, wie auch die mit dem ehemaligen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, Willem Schuth, hervor. Der Vorstand fühlt sich beiden tief verpflichtet, weil sie den FDP-Ortsverband durch ihre politische Arbeit in Berlin und in Brüssel eindrucksvoll unterstützten. Vor allem schuldet er ihnen Dank dafür, daß sie mitten in Zeven ein FDP-Abgeordnetenbüro unterhielten, das sich nicht nur zu einer echten Begegnungsstätte für Parteifreunde aus nah und fern entwickelte und vielen interessierten Bürgern einen Anlaufpunkt bot, sondern auch lokalen Künstlern immer wieder als Ausstellungsraum diente. Serkan Tören, der FDP-Bundestagsabgeordnete des hiesigen Wahlkreises, zeigt ebenfalls Interesse an einem Büro in Zeven. Schmidt verwies auf einen erheblichen Mitgliederzuwachs und betonte, daß man mit zahlreichen potentiellen Mitgliedern einen engen Gedankenaustausch pflegt. Bewerbungen und Aktivitäten stehen bereits im Schatten der Kommunalwahlen 2011, hier hofft der Ortsverband noch weitere, vor allem jüngere Mitstreiter für die liberale Idee gewinnen zu können. Neben der Nachwuchsarbeit bildet die Fortentwicklung des Kreisverbandes liberal gesinnter Frauen, der kürzlich von Margret Schmidt gegründet worden ist, künftig ein weiteres Schwerpunktthema. Der neue Vorstand wies darauf hin, daß die Liberalen Frauen auch für jene Frauen offen sind, die nicht Mitglied der FDP sind oder es werden wollen.
Hartmut-Hans Schmidt Zeven
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